Die Kunst des Unsichtbarmachens

 

Die Kunst des Unsichtbarmachens ist letztlich keine besonders schwere.

Eine Idee sei erträumtes Denken, lasse sich los und ginge hinaus,

sie beginnt mit der Ahnung, dass sie selbst überhaupt erst möglich wäre,

 

so stelle ich mir das vor in dieser gesellschaftlichen Misere,

da befiehlt das an sich Reißen des Worts als sozialen Know-hows:

die Kunst des Unsichtbarmachens ist letztlich keine besonders schwere.

 

Die mit Visionen kapern gern den Diskurs und haben’s mit Ehre,

doch ist’s mit der Vision leider wie mit der Idee, sie kommt mit Gebraus,

sie beginnt mit der Ahnung, dass sie selbst überhaupt erst möglich wäre,

 

und überhaupt die mit der Ehre, eine Hülle um tiefe Leere,

stampfendes Abbild als Wort, das sich vor Sätzen wie diesem fürchtet mit Graus:

Die Kunst des Unsichtbarmachens ist letztlich keine besonders schwere.

 

Und fünftens wären wir dann bei den Männern und ihrer Karriere,

wie sie da ganz verzückt immer nur Ich sagen, Käpt’n, Selbstliebe hart voraus!,

sie beginnt mit der Ahnung, dass sie selbst überhaupt erst möglich wäre.

 

Wenn also die Möglichkeitsform zuerst nach der Idee sich verzehre,

wäre nichts leichter, als das Heraustreten aus eurem gemeinsamen Haus,

die Kunst des Unsichtbarmachens ist letztlich keine besonders schwere,

sie beginnt mit der Ahnung, dass sie selbst überhaupt erst möglich wäre.

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© Peter Karoshi